Der Kastanienbaum


Die Kastanie gehört zusammen mit den Eichen- und Buchenarten zur botanischen  Familie  der  Buchengewächse  (Fagaceae). 

Das wichtigste Kennzeichen dieser Pflanzenfamilie ist die Frucht, nämlich ein  verholzender,  mit  Schuppen  oder  Stacheln  versehener Fruchtbecher, in dem ein hartschaliger Samen sitzt. Weltweit  gibt  es  13 verschiedene  Kastanienarten,  die sich  in Größe und  Form  ihrer  Baumkronen  wesentlich  voneinander  unterscheiden. Die vier bedeutendsten Arten sind die europäische (Castanea sativa), die  chinesische  (C.  mollissima),  die japanische  (C.  crenata)  und  die amerikanische  (C.  dentata)  Kastanie.  Während  die  europäische, chinesische  und amerikanische  Kastanie  hohe  kegel-  bis kugelförmige  Baumkronen  ausbilden,  entwickeln  andere  Arten  in Ostasien und in den südlichen USA auch oft nur kleine, runde Kronen oder wachsen strauchartig. Die in unseren Breiten heimische europäische Edelkastanie (Castanea sativa)  ist  die  einzige  in Europa  natürlich  vorkommende  Art.  Die Edel-  oder  Esskastanie  ist  ein Wald-,  Zier-  und Nutzbaum,  der  eine Höhe  von  bis  zu  30 m  erreichen kann,  selten  ist  sie  auch strauchförmig  entwickelt.  Aufgrund  ihrer  starken  Regenerationskraft bildet sie Stockausschläge aus. 

 Die Borke älterer Bäume ist dick, von tiefen Längsrissen durchzogen, grau  und  schützt  so  den Baum  sehr  gut  vor  Verletzungen.  Jüngere Äste weisen hingegen eine glatte, dünne Rinde auf. Diese sind durch Hagelschlag oder anderer Ursachen leicht verletzlich.